Visitenkarten und Briefbögen im Internet drucken lassen - das sollten Sie dazu wissen
Über das Internet druckt sich's preiswerter, das erkennen immer mehr Unternehmer und Selbständige. Der Konkurrenzkampf unter den Druckereien ist immens, nicht nur wegen des Internets, das für viele die klassische Imagebroschüre ersetzt hat. Auch zurückgehende Werbeaktivitäten mit gedruckten Prospekten fordern ihren Tribut – die betroffenen Druckereien suchen deshalb per Internet nach Kunden. Und hier gilt der Preis eindeutig als Auswahlkriterium.
Billig ist nicht immer preiswert
Ob sich ein Online-Auftrag allerdings rechnet, hängt weniger von der Druckerei als vielmehr vom Know-how des Auftraggebers ab. Als Faustregel gilt: Je aufwändiger und wichtiger ein Projekt, desto professioneller müssen die Vorarbeiten in Gestaltung, Text, Illustrationen und Fotos erfolgen. Der Kostenvorteil einer Online- gegenüber einer ortsansässigen Druckerei ist angesichts dieses Aufwands zu vernachlässigen.
Ohne PDF geht's selten
Typische Auftragsarbeiten für die Internet-Dienstleister sind denn auch jene Jobs, die sich heute auch ohne externe Fachleute mit „Bordmitteln“ erledigen lassen, vom Briefpapier über Visitenkarten bis hin zu kurzlebigen Flyern und Prospekten. Die Standard-Textverarbeitung „Word“ ist dafür in der Regel ausreichend. Eines allerdings sollten Sie auf dem PC installiert haben: Ein Programm, dass die gestaltete Seite in das von jeder Online-Druckerei bevorzugte Dateiformat PDF (Portable Document Format) möglichst automatisch konvertiert.
Original oder Alternative
PDF, eine Entwicklung von Adobe, hat sich in den vergangenen Jahren zum Quasi-Standard für den plattformübergreifenden Datenaustausch speziell für grafisch gestaltete Dokumente etabliert. Statt an den Drucker schickt man die Seite an den „PDF-Writer“, der daraus dann die PDF-Datei erstellt. Das geht schnell und sehr einfach. Nachteil: Der „Adobe Acrobat“ kostet in der Standardversion rund 160 Euro, für die Profiversion sind sogar etwa 500 Euro fällig. Preiswerter und fast so gut wie das Original arbeitet „pdfMachine“, ein Programm für rund 153 Euro in der Profiversion.
Diese Tipps sollten Sie für die Produktion Ihrer Online-Drucksachen beherzigen:
Schriften: Immer „einbetten“ (siehe „Optionen“ oder „Voreinstellungen), da nicht jede Druckerei die entsprechen Typen auf ihren Rechnern installiert hat.
Farben: Ihr Monitor arbeitet nach dem RGB-Modell (additive Farbmischung aus Rot, Grün und Blau), Drucker dagegen mit dem CMYK-Modell (subtraktive Farbmischung aus Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz). Es spielt im Grunde keine Rolle, ob Sie beispielsweise Fotos im RGB- oder CMYK-Modus auf die Seite platzieren, die besten Druckergebnisse erzielen Sie aber nach der vorherigen Umwandlung in CMYK (im Bildbearbeitungsprogramm dann unbedingt „Euroskala“ als Farbmodus wählen.) Ähnliches gilt für Schmuckfarben, bei Ihrem Logo zum Beispiel. Haben Sie dafür eine spezielle Farbe gewählt (wie Pantone oder HKS), sollten Sie diese Elemente auch unverändert einbauen und das der Druckerei mitteilen. Die wird dann für die Schmuckfarbe einen „Extra“-Druckgang (Vollton) einplanen. Wollen Sie diese Zusatzkosten vermeiden, lassen Sie alles in den CMYK-Farbraum umsetzen, das Dokument wird dann in den vier Standardfarben gedruckt. Bei klaren Farben wie Grün, Rot oder Blau fällt dies auch kaum auf, Zwischentöne werden aber durch Rasterung erzielt, was nie der „Volltonfarbe“ entspricht.
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