Stichwort des Monats: LTE
LTE steht für „Long Term Evolution“ und wird als Nachfolger für den Mobilfunkstandard UMTS definiert. Am 14. Dezember 2009 wurden die ersten kommerziellen LTE-Netzwerke von TeliaSonera in Stockholm und Oslo in Betrieb genommen. In der ersten Ausbaustufe erreichen sie eine Downstream-Datenrate (Herunterladen von Dateien) von 100 MBit/s und eine Upstream-Datenrate (Heraufladen von Dateien) von 50 MBit/s. Zum Vergleich: UMTS bietet einen Downstream von maximal 7,2 MBit/s, herkömmliches DSL über das Festnetz ist mit bis zu 24 MBit/s unterwegs, und selbst das schnelle VDSL schafft gerade mal 50 MBit/s. Im Laufe des Jahres 2010 sollen durch TeliaSonera die 25 größten schwedischen und vier größten norwegischen Städte mit LTE-Netzen versorgt werden.
Und wie sieht's derzeit in Deutschland aus? Fritz Joussen, Vorsitzender der Geschäftsführung Vodafone Deutschland, hat in einem Interview mit der FAZ versprochen, noch in diesem Jahr in einem ersten Schritt die User mit bis zu 5 MBit/s zu versorgen. Eine wichtige Rolle scheinen dabei die durch die Abschaltung des analogen terrestrischen Fernsehens frei werden Frequenzbänder zu spielen: Am 15. Mai tagt in Berlin der Bundesrat und wird darüber entscheiden, ob diese Frequenzen für den Mobilfunk genutzt werden dürfen. Mit einem negativen Beschluss sei dabei nicht zu rechnen, heißt es in Expertenkreisen …
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