Stichwort des Monats: Augmented Reality
Fußballabend vor dem Fernseher: Ein Foul kurz vor der Strafraumgrenze, der Schiedsrichter entscheidet auf Freistoß. Während sich die Spieler positionieren, erscheint eine Linie auf dem Bildschirm: 22 Meter bis zum Tor. Diese Linie ist ein Beispiel für eine Technologie, die in Zukunft auch das Einkaufsverhalten von Verbrauchern beeinflussen könnte. Sie nennt sich „augmented reality“ (AR, erweiterte Realität). Dabei wird – vereinfacht ausgedrückt – einem Videobild eine der dreidimensionalen Realität entsprechende Information überlagert. Das können beispielsweise Entfernungsangaben sein (wie beim Freistoß), aber auch die Speisekarte eines Restaurants, das man gerade mit seinem Kamera-Handy anvisiert.
Denkbar sind aber auch AR-Reparaturanleitungen. So bringt ein Techniker beispielsweise die Nahaufnahme eines Bauteils auf das Display, schon erscheinen wichtige Einbauhinweise. Möglich sind auch AR-Führer für Galerien oder in der Architektur, virtuelle Schaufenster oder Verkehrsleitsysteme. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.
Voraussetzungen für AR: Das Smartphone muss über einen GPS-Empfänger mit Kompass (für die geografische Lokalisierung) und Lagesensoren (für die aktuelle Position im Raum) sowie Kamera und Online-Verbindung ausgestattet sein. Noch allerdings hapert's vor allem an der Geschwindigkeit der Hardware und beim Datenbestand. Anhand des Displaybildes muss die Software schließlich das anvisierte Objekt eindeutig identifizieren und entsprechende Daten online abrufen können. Aber diese Probleme werden mit Sicherheit in den nächsten Jahren gelöst. Deshalb wäre es gut, sich schon jetzt mit AR zu beschäftigen, beispielsweise hier: http://wwwhni.uni-paderborn.de/workshop-arvr/.
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