27.04.2010 - Erfolgreich aus Fehlern lernen
So mancher Unternehmer zeigt sich derzeit alles andere als unternehmungslustig. Angesichts nach wie vor schwieriger Marktverhältnisse wird erst einmal nichts unternommen. Denn wer nichts macht, macht auch keine Fehler. „Ein Trugschluss“, meint Dr. Thomas Lehmann von der Becker von Buch Unternehmensberatung in Hannover. „Das Aussitzen einer Krise kann schlimmer enden als ein wie auch immer gearteter Befreiungsschlag. Und hinterher ist man zumindest um viele wertvolle Erfahrungen reicher.“
Flops à la carte
Die Chronik technischer Entwicklungen sei voll von Produkten, die zur Zeit ihrer Einführung als Innovation bejubelt wurden und die sich dennoch nicht durchsetzten. Weil deren Erfinder und Produzenten lieber klein beigaben als aus Fehlern zu lernen. Wie beim Tablett-PC, einem mobilen Computer ohne Tastatur mit großem, berührungsempfindlichem Bildschirm. „Die ersten Typen kamen Anfang der neunziger Jahre auf den Markt“, erinnert sich Lehmann. „Doch kaum einer wollte sie haben, deshalb verschwanden sie auch schnell wieder.“ Wie der Experte erläutert, habe man damals offensichtlich nur das „technisch Machbare“ im Auge gehabt. Und nicht die Bedürfnisse der Kunden. „Hätte man damals mehr über den potenziellen Markt nachgedacht, wären Tablett-PCs der Renner geworden.“
Nie aufgeben!
Knapp 20 Jahre musste es schließlich dauern, bis der Tablett-PC seinen Siegeszug fortsetzen konnte: mit Apples „iPad“, von dem allein am ersten Verkaufstag angeblich über 300.000 Stück abgesetzt werden konnten. „Sein geistiger Vater Steve Jobs hat bisher einfach alles richtig gemacht: Ein Produkt mit hohem Prestige- und Nutzwert entwickelt und spektakulär präsentiert“, sagt Lehmann. „Steve Jobs gehört eben zu jenen, die ständig aus Fehlern der Vergangenheit lernen, man denke nur an die mäßigen Verkaufserfolge seiner „Next“-Computer. Jobs hat nie aufgegeben, sondern immer versucht, mit neuen Ideen besser zu werden. Und das ist das Geheimnis seines Erfolgs.“ Der Apple-Gründer sei aber auch mutig genug gewesen, sich von zwar innovativen aber nicht sehr gewinnträchtigen Produkten zu trennen. Wie dem „Newton“, einem kleinen Stift-Computer, dessen Produktion 1998 - fünf Jahre nach seiner Markteinführung - eingestellt wurde.
Diese „Stehaufmännchen-Philosophie“ sollten sich auch viel mehr Inhaber kleiner und mittlerer Unternehmen zu eigen machen, empfiehlt Lehmann. Bedenkenträger gebe es genug in unserer Wirtschaft. Seine Ratschläge:
www.fmm-magazin.de
www.recyclingportal.eu
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