E-Roller erobern (bald) Europas Straßen

Elektrische Fahrräder gibt es bereits auf europäischen Straßen, demnächst sollen die E-Roller kommen. Das sind kleine Zweiräder im legendären Vespa-Design, die statt mit Benzin mit Strom fahren. 50 bis 60 Kilometer lassen sich mit einer Akkuladung zurücklegen, genug also für den täglichen Arbeitsweg und fürs Einkaufen. China gilt als Vorreiter dieser Fortbewegung, da in vielen Innenstädten die lauten und stinkenden Zweitaktmotoren klassischer Roller verboten sind.

Noch sind die steuer- und zulassungsfreien E-Roller mit rund 1000 bis 1500 Euro verhältnismäßig teuer. Doch dafür wird an Sprit gespart: 100 Kilometer kosten rund einen Euro. Angetrieben wird das Gefährt durch einen bürstenlosen, wartungsfreien und 2 kW starken Radnabenmotor. Der E-Roller kann damit zwei Personen befördern. Als Kraftspender dienen vier Blei-Gel-Akkus mit einer Betriebsspannung von insgesamt 48 Volt. Vorne bremst das Zweirad mit Scheiben, hinten mit Trommelbremsen. Aufgeladen werden die Batterien über das mitgelieferte Ladegerät an einer normalen Steckdose. Eine volle Ladung dauert sieben bis acht Stunden, der Akku hat aber schon nach der halben Zeit 80 Prozent seiner Kapazität.

Für Unternehmer bieten E-Roller eine Möglichkeit, den Fuhrpark sowohl umweltgerecht als auch kostengünstig auf- oder umzurüsten. Dies gilt insbesondere für Fahrten im Stadtgebiet und kleiner Zuladung. Und da diese „Scooter“ bereits von 16-Jährigen mit einem Führerschein der Klasse M gefahren werden dürfen, können zwischendurch aus Auszubildende schnelle Kurierfahrten übernehmen.